KI Mania

Neues aus der Welt der künstlichen Intelligenz

Jeder Zehnte schaut in Livestreams anderen beim Spielen zu

Besucher auf der Messe Gamescom im Jahr 2019. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Henning Kaiser/dpa)
Selber spielen - klar. Aber einfach nur zuschauen? Auch das ist für viele Spielefans längst selbstverständlich, wie eine neue Umfrage zeigt.

Livestreams von Computer- und Videospielen gehören für viele Menschen in Deutschland fest zur Freizeitgestaltung. Das geht aus einer aktuellen Umfrage im Auftrag des Branchenverbands Game hervor.

Zehn Prozent der Befragten haben demnach in den vergangenen zwölf Monaten Gaming-Livestreams über entsprechende Apps und Webseiten geschaut. Ein knappes Drittel von ihnen (30 Prozent) schaut solche Livestreams den Angaben nach sogar mehrfach wöchentlich.

Hochgerechnet auf die Gesamtbevölkerung ab 16 Jahren haben damit etwa sieben Millionen Menschen im vergangenen Jahr Gaming-Livestreams geschaut. Allerdings verteilen sich diese sieben Millionen den Angaben nach sehr unterschiedlich auf die Altersgruppen: So haben bei den 16- bis 24-Jährigen 28 Prozent Erfahrung damit, bei den 35- bis 44-Jährigen sind es immerhin noch 14 Prozent. In den höheren Altersgruppen liegt der Anteil dann jeweils deutlich unter 10 Prozent.

Bitkom: Hälfte der Bevölkerung spielt gelegentlich

Wie eine Bitkom-Umfrage ergab, spielt rund die Hälfte der Bevölkerung zumindest hin und wieder Video- oder Computerspiele. Demnach spielen fast so viele Frauen (47 Prozent) wie Männer (53 Prozent) – und in allen Altersgruppen gab es einen Spielerzuwachs, wie der Digitalverband am Montag mitteilte.

«Gaming hilft Jung und Alt durch die Corona-Pandemie», sagte Olaf May, Präsidiumsmitglied des Bitkom. Dabei ist Spielen ein wichtiges Ventil für den Corona-Frust: 61 Prozent der befragten Gamerinnen und Gamer gaben an, dass ihnen während der Pandemie ohne Video- und Computerspiele die Decke auf den Kopf gefallen wäre.

Entsprechend länger spielen die Menschen: Die Spieldauer hat sich im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie von 5 auf 10 Stunden pro Woche verdoppelt. Und auch nach der Pandemie gehen die Befragten davon aus, dass sie im Schnitt 8,5 Stunden pro Woche an den verschiedenen Spielgeräten verbringen. Smartphones liegen mit 84 Prozent klar vorne, gefolgt von Notebooks mit 77 Prozent. Spielkonsolen nutzen 52 Prozent der Gamerinnen und Gamer.

An diesem Mittwochabend wird die Spielemesse Gamescom eröffnet – allerdings nicht wie sonst in den Kölner Messehallen, sondern pandemiebedingt und wie schon 2020 als rein digitale Veranstaltung. Bis Freitag (27. August) wollen die Veranstalter mit Video-Livestreams über ihre Plattform Gamescom Now sowie auf verschiedenen Partner-Plattformen zahlreiche Neuheiten aus der Welt der Computer- und Videospiele präsentieren.