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Wettbewerbshüter genehmigen Übernahmepläne von Meta

Der vom Internet-Konzern Meta (Facebook) geplante Kauf der Firma Kustomer wurde unter Auflagen genehmigt. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Rafael Henrique/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa)
Meta will sich mit dem Kauf eines Start-ups bei Angeboten für den Kundendienst verstärken. Eine erste Hürde dafür ist genommen - aber einige Auflagen müssen noch erfüllt werden.

Die Wettbewerbshüter der EU haben den vom Internet-Konzern Meta (Facebook) geplanten Kauf der Firma Kustomer unter Auflagen genehmigt. Das 2015 gegründete Start-up bietet Kundenservice-Plattformen und sogenannte Chatbots an, die Kundenanfragen automatisch beantworten.

Für die Genehmigung muss Meta jedoch Auflagen erfüllen, wie die EU-Kommission am Donnerstag mitteilte. Dazu zählt, dass Meta konkurrierenden Anbietern und neuen Marktteilnehmenden bestimmte Zugänge gewährleistet.

«Die Kommission ist zu dem Ergebnis gelangt, dass die geplante Übernahme angesichts dieser Zusagen keinen Anlass mehr zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken gibt», hieß es in der Mitteilung der Kommission. Vergangenen August hatten die Wettbewerbshüter Bedenken gegen die Übernahme geäußert, da Einschränkungen auf dem Markt für Kundendienst-Software (Customer Relationship Management – CRM) befürchtet wurden.

Auch das Bundeskartellamt beschäftigt sich mit der Übernahme. «Meta sollte nun unverzüglich entsprechende Unterlagen für eine Prüfung des Vorhabens im Rahmen der Fusionskontrolle einreichen», sagte Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, im Dezember. Vor gut zwei Wochen sei die Fusion offiziell angemeldet worden, so ein Sprecher des Bundeskartellamts. Seitdem prüfe man die Auswirkungen des Vorhabens auf dem Gebiet der Bundesrepublik.

Meta hatte im vergangenen November angekündigt, sich mit dem Kauf von Kustomer bei Angeboten für den Kundendienst verstärken zu wollen. Details zum Preis oder zu sonstigen finanziellen Konditionen wurden damals nicht genannt. Nach früheren Informationen des «Wall Street Journals» wird Kustomer bei dem Deal mit etwas mehr als einer Milliarde Dollar (842 Mio Euro) bewertet.